Happy Lossar

 

Happy Lossar, wie oft wir das heute gehört haben, frohes neues Jahr. Wir sind hier ja in einem Stadtteil, in dem Hinduisten und Buddhisten zusammen leben und auch Ihre Religiösen Feste feiern, Lossar ist so ein Fest und so sehen wir heute viele Menschen die festlich gekleidet die Stupa und umliegenden Klöster besuchen. Nach einem kurzen Empfang im Shelter Hostel ziehen die Kinder mit uns los und am Ende haben wir dann 3 Klöster besucht, etwas ganz Besonderes ist es, wenn ein Lama im Kloster gesegnete Bänder verteilt oder seinen Segen direkt schenkt. Die Kinder haben Glück, nach langem Warten, direkt vom Lama gesegnet zu werden. Am Nachmittag besuchen dann viele Freunde das Hostel, so sehen wir auch den Tulko aus dem Komang Hostel, mit seiner Tochter Nyima Bhuti wieder. Am Nachmittag besuchen wir dann die Großeltern unserer großen Patentochter Tsering Wangmo, sie leben zu Zeit in Kathmandu, wollen aber dieses Jahr wieder zurück in ihr Haus in Saldang im Dolpo. Die beiden machen einen fitten Eindruck, wobei der Großvater mit seinen 70 Jahren ein lustiges Kerlchen ist. Seine Frau ist 74 Jahre alt und zusammen haben die beiden 9 Kinder und aktuell 14 Enkelkinder, der beschwerliche Weg ins Dolpo, den sie nur zu Fuß oder mit dem Pferd beschreiten können, dauert zwischen 6 und 7 Tagen und fordert mir Respekt ab. An der Stupa ist heute eine Menge los, es sind auch einige Europäer hier, zum Teil sogar in Traditionellen Tibetischen oder Nepalesischen Gewanden. Der Buddhismus erfreut sich ja auch bei uns einer stetig wachsenden Beliebtheit.  

10.2.16 03:33, kommentieren

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Jahre lange Aufbauarbeitet notwendig


Bei der Rückreise von Nargakot machen wir noch einen kurzen Stopp in Baktaphur, da unsere Kinder dabei sind können wir einige Wege, abseits der Touristenstrassen nehmen. Sie wollen eine Buddhistische Attraktion, die grüne Tara besuchen. Auf dem Weg dorthin laufen wir durch enge Gassen und immer wieder an Zerstörten Häusern vorbei. In Deutschland würden sicherlich ganze Straßenzüge als Einsturzgefährdet gesperrt, viel zu gefährlich hier herum zu laufen, einige Häuser sehen wirklich sehr bedrohlich aus. Hier und da stützen Holz oder Stahlpfosten die Häuser, etliche Tempel sind eingestürzt, soweit es möglich war, ist aber der Schutt abtransportiert und noch brauchbare Steine aufgestapelt worden, es wird sicherlich viel Geld und Zeit notwendig sein um dieses Weltkulturerbe wieder erstrahlen zu lassen, wenn es überhaupt möglich sein sollte. Wie durch kleine Wunder gibt es aber auch unversehrte Tempel und Häuser. Auf dem Weg zurück nach Boudha kommen wir immer wieder an langen Schlangen von Bussen und Motorrädern vorbei die für Benzin anstehen, rund um die Stupa füllt es sich so langsam mit Pilgern und Besuchern aus aller Welt um das Anstehende Lossar zu feiern. Das Neujahrsfest 2143, das Jahr des Affen und das größte Fest des Jahres. Am Abend dann wieder total Ausfall von Strom, naja die Kerzen und Taschenlampen sind wir ja gewöhnt, die Restaurants haben nur eine kleine Auswahl an Essen, da die Möglichkeiten eben begrenzt sind.

 

 


8.2.16 04:10, kommentieren